E-Rezept

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Das E-Rezept kommt – wer profitiert am meisten?

Die Gesellschaft befindet sich in allen Bereichen im digitalen Wandel, Alltagsgegenstände und tägliche Tätigkeiten werden weiterentwickelt und bekommen mit der Zeit ein digitales Pendant zur klassischen Variante. Aus dem Fahrrad wurde das E-Bike, aus dem Auto das E-Auto, aus gewöhnlichem Shoppen wurde das Online Shopping bzw. der E-Commerce und Überweisungen tätigen wir meist digital und nicht mehr in Papierform. Somit wundert es nicht, dass auch die Gesundheitsbranche verspätet nachzieht. Nachdem die Digitalisierung im Gesundheitssystem bereits durch die Corona-Pandemie beschleunigt wurde und schon mehr Akzeptanz in der Bevölkerung findet, folgt nun die nächste logische Stufe im digitalen Gesundheitssystem, aus dem klassischen Papier-Rezept wird das E-Rezept .

Im Januar 2022 wird das E-Rezept auch in Deutschland, nach einer vorherigen Probephase 2021, verbindlich eingeführt. Bis dahin werden noch offene regulatorische bzw. technische Lücken des Gesundheitssystems geregelt worden sein. Die Einführung in mindestens 24 Ländern weltweit und abgeschlossene Pilot-Projekte in Deutschland zeigen bereits, dass das neue System funktioniert und der Markt stimuliert wird. Prognosen zeigen, dass der globale Markt für elektronische Verschreibungen von 1,2 Mrd. USD im Jahr 2020 auf 3,3 Mrd. USD im Jahr 2025 ansteigen könnte.

In anderen Nationen wie den USA, Schweden oder UK hat sich das elektronische Rezept bereits etabliert und bringt neben Umstrukturierungen auch für umfassende Vorteile mit sich. Außerdem Werden durch das elektronische Rezept große Veränderungen im Apothekenmarkt erwartet. Bei der tiefgreifenden Veränderungen und digitalen Neuerungen stellt sich die Frage, wer Gewinner und wer Verlierer im Gesundheitssystem sein wird – und vielleicht noch zentraler: Wer profitiert wirklich vom E-Rezept?